«Es gibt nur drei wirksame Erziehungsmittel:
Furcht, Ehrgeiz und Liebe.
Wir verzichten auf die ersten beiden.»

Rudolf Steiner

Kindergarten

  • Montag bis Freitag von (7.30) 8.00 bis 12.00 Uhr
  • Für Kinder von 3 bis 7 Jahren
  • Anschliessender Mittagstisch und Nachmittagsbetreuung, z.Z. jeweils am Montag und Mittwoch von 12.00 bis 17.00 Uhr möglich

Liebe Interessierte

In unserem Halbtageskindergarten sind die Kinder in einer altersgemischten Gruppe mit 3- bis 7-jährigen Kindern. Dies ermöglicht ein natürliches sich gegenseitiges Helfen und voneinander Lernen, wie in der Familie. Das freie, kreative Spielen steht bei uns im Mittelpunkt.

 Was unsere Pädagogik weiter auszeichnet ist, dass die Kinder in erster Linie

«Kind-Sein» dürfen und Raum und Zeit für ihre individuelle Entwicklung haben,

ihren Spiel-, Bewegungs- und Lernraum in schönen, nach der jeweiligen Jahreszeit gestalteten Räumlichkeiten erleben,

jeden Tag auch draussen in der Natur in unserem Garten sind,

auf regelmässige Wald- und Bauernhofbesuche gehen,

echtes Handwerk und Urtätigkeiten erleben und mitschaffen, wie u.a. bei der Kornverar-beitung, beim Rüsten, Kochen, Tischdecken, Gärtnern, Nähen und Sticken, Schleifen und Reparieren, Waschen und Pflegen,

ihre Intelligenz frei entfalten dürfen durch schöpferisches Bewegen und Spielen, Märchen, Geschichten, Sprachreime und Fantasieanregung,

die Inhalte über Herz, Hand und Fuss und über die Sinne und das Tätigsein übermittelt bekommen. Die täglichen Reigen- und Bewegungsspiele, sowie Märchentischtheater haben dabei eine zentrale Bedeutung. Nach dem Motto: Erst erleben, fühlen und greifen, dann eigenständig begreifen.

Eine verlässliche, lebens- und naturbezogene Umgebung und verbindliche, aufmerksam und liebevoll begleitende Erwachsene schaffen eine gesunde Basis für alle weiteren Entwicklungsschritte und späteren schulischen Anschlüsse.

Diese Erfahrungen und Kenntnisse bestätigt die wachsende Anzahl von Rudolf Steiner/Waldorf Kindergärten und Schulen weltweit! Die Kinder erleben «Welt» und «Leben» auf vielfältigste Weise in ihrer Hülle und Fülle. In der Steiner-Pädagogik wird vom Leben fürs Leben gelernt und die Kinder werden dabei geschickt, selbständig und kreativ, aufmerksam und ausdauernd.

Unser Kindergarten strebt danach den Grundbedürfnissen der Vorschulkinder nach Zuwendung, Geborgenheit und Verlässlichkeit zu entsprechen.

Wir vertrauen auf die Kraftquelle einer «Kinderoase», wo die Kinder über diesen Lernweg fast von alleine schulreif werden und ein Lerninteresse lange behalten. Sie entwickeln dabei die Kräfte, die ihnen als Erwachsene die Aufgaben der heutigen Zeit abverlangen. Über 350 Kinder, welche seit der Begründung unseren Kindergarten besucht haben, unabhängig von deren späteren Schul- und Ausbildungswahl, geben davon bestens Zeugnis ab.

Stimmen von ehemaligen Kindergärtlern ›

Stimmen von Eltern ›

Sie möchten sich noch weiter in unsere Pädagogik vertiefen?

Dem freien Spiel kommt eine lebensbildende Bedeutung zu, deshalb achten wir auf einen selbstbestimmten, ungestörten Freiraum und räumen ihm viel Zeit und Raum ein. Die Kinder lieben das von der Natur geschenkte Spielmaterial wie z.B. Hölzer, Rinden, Sand und Wasser, Steine, Wolle, Föhrenzapfen, Federn und lassen sich gerne anregen, um  daraus ihr eigenes Spielzeug zu gestalten.

Das freie, kreative Spiel wird durch ein Angebot von einfachem, aber künstlerisch gestalteten Spielzeug aus Naturmaterialien angeregt. Die auf diese Weise geförderte Eigenaktivität des Kindes zeigt sich im Verlauf des weiteren Lebens als Fähigkeit, Kreativität wie auch Eigenständigkeit im Denken und Handeln zu entwickeln. Das schöpferische Spielen fördert die Entwicklung zu körperlicher und seelischer Gesundheit, sowie Sozialkompetenz. Hier kann sich die Intelligenz frei entfalten. Im echten Kinderspiel, das in unbefangen zwangsloser Weise in fröhlicher Gemeinschaft gepflegt wird, werden die Keime unmittelbarer herzlicher Beziehung von Mensch zu Mensch veranlagt.

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darum ermöglichen wir ihnen echte Primärerlebnisse. Diese fördern ein Realität bezogenes Denken und bilden die Grundlage für ein verantwortungsvolles Umgehen mit allem Lebendigen.

Die Elemente im Jahreslauf und das Werden und Wachsen in der Natur erleben, Tätigkeiten wie z. B. säen und ernten, schaffen mit Wolle und Holz, kochen, backen, waschen, Bienenwachskneten, malen, singen, bewegen und lauschen, ausgiebig im Sand und mit Wasser buddeln und bauen … sind unverzichtbare Primärerfahrungen und fördern eine differenzierte Sinnesentwicklung und beste Grundlage für ein gutes Gespür auf allen Ebenen.

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deshalb achten wir einerseits auf eine sinngebende Umgebung. Andererseits lernen die Kinder altersgemäss nicht durch technisch vermittelte Erfahrungen, sondern durch tätige menschliche Vorbilder, die den Kindern Zuwendung geben und sie in ihre Arbeitsprozesse miteinbeziehen.

Die altersspezifische Lerndisposition im frühen Kindesalter ist die Nachahmungsfähigkeit und zugleich das Zauberwort für das Verhältnis zur Umgebung. Deshalb wirkt die Kindergärtnerin/der Kindergärtner durch seine Tätigkeit als Mittelpunkt und Vorbild. Wie gerne helfen und arbeiten die Kinder in ungezwungener Weise mit und springen wieder fort, um selber im Spiel tätig zu sein! Letztlich kommt es immer auf die wirkenden Erwachsenen an. Sie schulden den Kindern eine bewusste, wahrhaftige, von froher Schaffensatmosphäre getragene Lebensführung, denn in der Kinderstube wird vom Leben fürs Leben gelernt.

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wenn sie schöpferisch tätig sein können und vertrauensvoll auf der Erde Fuss fassen dürfen. Deshalb geben wir ihnen Orientierung und Vertrauen durch eine rhythmische Tages-, Wochen- und Jahresstruktur mit den darin eingebetteten Jahreszeitenfeste.

Rhythmus und Wiederholung sind tragende Elemente der Tages- und Wochenstruktur. Der Jahreskreislauf mit den damit verbundenen Festen und vorbereitenden Tätigkeiten, wie auch vertraute rhythmische Wiederholungen in Liedern und Märchen, bei der täglichen Essenszubereitung, gibt den Kindern innere Sicherheit und Ruhe. Freie Tätigkeiten des Kindes und geführte Sequenzen durch den Erwachsenen im gemeinsamen Tun wechseln sich in gesundem Rhythmus ab und kräftigen durch das wiederholende Tun die Willens- und Gedächtnisbildung des Kindes.

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wenn sie künstlerisch tätig sein dürfen. Daher pflegen wir freies, fantasievolles Spielen, täglich rhythmisch-musikalische Förderung mit Sing-, Sprech- und Bewegungsspielen und im Wochenrhythmus Aquarellmalen, Bienenwachsformen, Zeichnen, Eurythmie.

Durch die schöpferische Eigenaktivität im Spielen, im nachahmenden Mitarbeiten und freien, künstlerischen Tun wird ein lebenslanges Kreativsein in freudiger Weise veranlagt. Das sind Keime zu einer späteren gesunden Lebensführung und beste Gesundheitsförderung.

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deshalb legen wir Wert auf Beziehung.

Erziehung ist Beziehung. Wir begleiten und unterstützen die Entwicklung und Selbstwerdung der Kinder und tragen der individuellen Förderung Rechnung. Wir gehen davon aus, dass der Mensch seinen Ursprung in der geistigen Welt hat und von dort Schicksals- und Entwicklungsimpulse für den Lebensweg mitbringt. Diesen Tatsachen begegnen wir mit Achtsamkeit.

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deshalb erzählen wir Märchen.

Die ethisch-moralische Werthaltung entwickelt sich lange bevor ein intellektuelles Bewusstsein davon entsteht. Menschlich kompetente Bezugspersonen, vorgelebte religiöse/spirituelle Grundüberzeugungen (gleich welcher Konfession oder Weltanschauung), integre Verlässlichkeit von sozialen Beziehungen und vorgelebte Sorgfalt im Umgang mit Sachwerten, mit der Natur und den Mitmenschen gehören zu den wichtigsten Komponenten für den Aufbau einer Sinnorientierung im Leben. Kinder haben Sehnsucht als ganzheitliche Wesen wahrgenommen zu werden. Geschichten und insbesondere Märchen können mit ihrer Bildersprache das mythische und symbolische Bewusstsein in der frühen Kindheit, diese Ganzheitlichkeit in freilassender Weise ansprechen.

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deshalb gewinnen wir dazu moderne Gesichtspunkte von einer entwicklungsorientierten Medienpädagogik.

«Schon 1919 betonte Rudolf Steiner, dass kein Schüler die Steiner-/Waldorfschule verlassen dürfe, ohne die Funktionsweise der elektrischen Strassenbahn wenigstens in den Grundzügen zu kennen. Man könne kein wacher Zeitgenosse sein, ohne zu verstehen, wie die Technik funktioniere, deren man sich im alltäglichen Leben bediene. Was damals die Strassenbahn oder der Telegraf war, sind heute Computer, Smartphones, das Internet und die Roboter.»* Zur Entwicklung von Medienmündigkeit legt unsere Kindergartenpädagogik die Basisfähigkeit mit einer indirekten Medienerziehung.

*aus Struwwelpeter 2.0, Medienmündigkeit und Waldorfpädagogik

deshalb pflegen wir persönliche Austauschgespräche, regelmässige Themenabende sowie vielfältige interne und öffentliche Feste und andere Aktivitäten.

Gelingt eine gute Zusammenarbeit von Elternhaus und Kindergarten und nachfolgend in der Schule, bildet sich ein Netz für die Kinder, das sie trägt.

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innerhalb des Kindergartens, arbeiten in der sogenannten Elementarstufe an der Rudolf Steiner Schule Mayenfels, Pratteln mit sowie in der Regionalkonferenz der Rudolf Steiner Kindergärten und Spielgruppen in der Nordwestschweiz.

Wie sind die weiteren Schritte?

Die Aufnahme erfolgt über das persönliche Eintrittsgespräch mit der Kindergärtnerin und den Eltern im Dabeisein des Kindes. Sie können auch zuerst ein Orientierungsgespräch wünschen oder uns beim Tag der offenen Tür (s. Veranstaltungen) oder weiteren öffentlichen Anlässen wie dem Frühlings- und Herbstfest kennenlernen.

Ist die Aufnahme gegenseitig vereinbart, wird sie der Gemeinde an Ihrem Wohnort bestätigt.

Wie sind bei uns die Elternbeiträge geregelt?

Wir sind vom Staat anerkannt, erhalten jedoch keine finanzielle Unterstützung. Daher sind wir auf Elternbeiträge angewiesen und die Löhne sind tiefer als gewöhnlich. Alle Familien, die an einer Zusammenarbeit auf der Basis unserer Pädagogik interessiert sind, werden unabhängig ihrer finanziellen Möglichkeiten aufgenommen.

Der Elternbeitrag pro Familie wird auf Grundlage der individuellen wirtschaftlich-finanziellen Möglichkeiten der Eltern und den Bedürfnissen des Kindergartens in einem Gespräch vereinbart.

Hat die Familie sowohl Kinder an der Rudolf Steiner Schule wie auch im Kindergarten, wird der Beitrag aufgesplittet. (Die Kündigungsfrist beträgt 3 Monate auf Ende des Kalendermonats).

Der Kindergarten hat das Qualitätslabel «Sprachfördernder Kindergarten» (KoKEp).

Wir freuen uns über Ihre Kontaktaufnahme!

Für Auskunft und Anmeldung:
Jacqueline Walter (Kindergärtnerin)
Telefon: 061 831 42 05
E-Mail: jacqueline.walter6@bluewin.ch